Aus der Praxis
Echte Projekte.
Ehrliche Einblicke.
Keine Hochglanz-Fotos ohne Substanz. Hier zeigen wir was wir wirklich tun – mit allen Herausforderungen die dabei entstehen.
Projekt 01 · Berlin
Berliner Altbau –
Dachgeschossentwicklung in Prenzlauer Berg
Bestand analysieren. Potenziale sichtbar machen. Wohnfläche maximieren.
In einem klassischen Berliner Altbau in Prenzlauer Berg wurde die bestehende Dachfläche eines Mehrfamilienhauses im Rahmen einer Machbarkeitsstudie umfassend untersucht.
Ziel des Projekts war es, verschiedene Ausbau- und Entwicklungsvarianten für einen Investor zu analysieren und das maximale wirtschaftliche sowie baurechtliche Potenzial des Dachgeschosses zu ermitteln. Bereits in der frühen Phase wurden unterschiedliche Szenarien gemeinsam mit Behörden und unter Berücksichtigung des örtlichen Baurechts geprüft.
Projektdaten
Projekt
Dachgeschossentwicklung Mehrfamilienhaus
Standort
Prenzlauer Berg, Berlin 10437
Gebäudetyp
Berliner Altbau
Bestand Dachfläche
ca. 302 m²
Leistungsphase
Besichtigung, Potenzialanalyse, Machbarkeitsstudie
Ziel
Wohnflächenoptimierung & Entwicklungsszenarien
Untersuchte Varianten
Bestandsausbau mit Dachfenstern
ca. 338 m² Wohnfläche nach WoFlV
- —Geringerer Eingriff in die Dachkonstruktion
- —Einfachere technische Umsetzung
- —Geringere Baukosten
- —Schnellere Genehmigungsfähigkeit
Erweiterung mit Gauben
ca. 383 m² Wohnfläche
- —Bessere Belichtung der Räume
- —Deutlich höhere Wohnqualität
- —Optimierte Grundrisse
- —Höhere Verkaufs- und Mietwerte
Komplette Neuinterpretation des Daches
ca. 415 m² Wohnfläche
- —Maximale Flächenausnutzung
- —Neue architektonische Qualität
- —Höchste Wirtschaftlichkeit für den Investor
- —Moderne Dachgeschosswohnungen mit Premiumcharakter
Die eigentliche Herausforderung: Die WEG
Interessanterweise lag die größte Herausforderung dieses Projekts nicht im Baurecht oder in der Optimierung der Wohnfläche. Die eigentliche Komplexität entstand durch die Abstimmung innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft.
Gerade in Berliner Altbauten entscheidet deshalb nicht nur das Baurecht über die Realisierbarkeit eines Projekts, sondern oft auch die Struktur und Dynamik der Eigentümergemeinschaft.
Bauvoranfrage statt Baugenehmigung – warum das bei diesem Projekt der richtige Weg war
Viele Eigentümer und Investoren starten direkt mit einem Bauantrag – und investieren dabei erhebliche Zeit und Geld, bevor die grundsätzliche Machbarkeit überhaupt geklärt ist. Das ist eines der häufigsten und teuersten Missverständnisse in der Projektentwicklung.
Bei diesem Projekt sind wir bewusst anders vorgegangen: Erst Substanz und Baurecht analysieren, Machbarkeitsstudie erstellen, Varianten optimieren – und dann im Rahmen einer Bauvoranfrage die grundsätzliche Machbarkeit beim Amt sichern. Erst danach folgen die nächsten Schritte.
Bauvoranfrage
Klärt die grundsätzliche Machbarkeit – vor dem offiziellen Bauantrag
Die Bauvoranfrage ist ein offizielles Verfahren bei der Baubehörde, das gezielt einzelne baurechtliche Fragen beantwortet – ohne den vollen Aufwand eines Bauantrags. Deutlich günstiger, schneller und mit kalkulierbarem Risiko. Ideal um frühzeitig Planungssicherheit zu gewinnen.
Baugenehmigung
Genehmigt das konkrete Bauprojekt – nach vollständiger Planung
Die Baugenehmigung setzt eine vollständige Planung mit allen Unterlagen voraus. Hoher Aufwand, hohe Kosten – und wenn die Grundlagen vorher nicht geklärt sind, drohen teure Überarbeitungen oder sogar Ablehnungen.
Wer zuerst eine Bauvoranfrage stellt, reduziert das finanzielle Risiko erheblich – und geht mit echter Planungssicherheit in die nächste Phase. Das ist der Weg den wir unseren Kunden empfehlen.
Erkenntnis aus dem Projekt
Ein Dachgeschossprojekt beginnt nicht mit dem Ausbau – sondern mit einer realistischen Potenzialanalyse.
Projekt 02 · Berlin Mitte
Büro- und Dachgeschossentwicklung
für Gewerbenutzung in Berlin Mitte
Flexible Nutzungskonzepte für moderne Arbeitswelten auf ca. 5.400 m² Mietfläche
Für einen historischen Altbaukomplex in Mitte wurde gemeinsam mit dem Auftraggeber die zukünftige Nutzung und räumliche Struktur mehrerer Geschosse inklusive Dachgeschoss und Dachterrasse untersucht. Das Gebäude wird unter anderem von Wunderflats genutzt – einem der bekanntesten deutschen PropTech-Unternehmen.
Im Fokus stand nicht die klassische Wohnraumentwicklung, sondern die wirtschaftliche und langfristig funktionierende gewerbliche Nutzung eines komplexen Bestandsgebäudes mit insgesamt ca. 5.400 m² Mietfläche.
Projektdaten
Projekt
Gewerbliche Bestandsentwicklung
Standort
Berlin Mitte, 10178
Gebäudetyp
Berliner Altbaukomplex
Mietfläche
ca. 5.400 m²
Nutzung
Büro- und Gewerbeflächen
Bereiche
Mehrere Geschosse inkl. Dachgeschoss & Dachterrasse
Schwerpunkt
Nutzungskonzept, technische Planung & Flächenoptimierung
Projektansatz
Im Rahmen der Untersuchung wurden gemeinsam mit Eigentümer und Nutzer unterschiedliche Konzepte zur Flächenaufteilung, Nutzung, Belegung, technischen Infrastruktur und langfristigen Wirtschaftlichkeit entwickelt.
Ziel war es, eine Lösung zu entwickeln die:
Technische Herausforderungen im Bestand
Im Gegensatz zu klassischen Wohnprojekten lag der Schwerpunkt hier deutlich stärker auf technischen und betrieblichen Anforderungen. Gerade diese Gewerke entwickeln sich bei größeren Projekten häufig zu den größten Kostenpositionen – und müssen frühzeitig mitgedacht werden.
Mikro- und Makroebene gleichzeitig betrachten
Eine der größten Herausforderungen war die Kombination aus strategischer Gesamtplanung und detaillierter technischer Einzelbetrachtung. Bereits kleine Entscheidungen in der Grundriss- oder Nutzungskonzeption beeinflussen:
Gerade bei Bestandsgebäuden in urbanen Lagen müssen deshalb sowohl die großen wirtschaftlichen Zusammenhänge als auch technische Details von Anfang an gemeinsam betrachtet werden.
Erkenntnis aus dem Projekt
Moderne Gewerbeimmobilien funktionieren heute nicht mehr nur über Fläche.
Projekt 03 · Berlin Lichtenberg
Dachgeschossausbau im Denkmalbestand
in Berlin-Lichtenberg
Kleine Dachgeschossflächen können große planerische Herausforderungen mit sich bringen.
Bei diesem Projekt handelte es sich um den Ausbau einer kleinen Dachgeschosseinheit in einem Mehrfamilienhaus in Lichtenberg. Die Einheit mit ca. 75 m² sollte zu neuem Wohnraum entwickelt werden. Zusätzlich stand das Gebäude unter Denkmalschutz, wodurch sowohl die architektonischen als auch die technischen Anforderungen deutlich komplexer wurden.
Projektdaten
Projekt
Dachgeschossausbau im Denkmalbestand
Standort
13053 Berlin-Lichtenberg
Gebäudetyp
Mehrfamilienhaus
Bestand
Denkmalgeschütztes Gebäude
Wohnfläche
ca. 75 m²
Ziel
Wohnraumschaffung & Optimierung der Nutzung
Ausgangssituation
Der Eigentümer plante, das Dachgeschoss durch eine neue Gaube aufzuwerten. Gerade bei kleinen Dachgeschosseinheiten versucht man häufig, mehrere Anforderungen gleichzeitig über ein einziges Bauteil zu lösen.
Die Herausforderung: Rettungsweg & Brandschutz
Wie bei vielen Dachgeschossprojekten wurde hier jedoch ein entscheidender Fehler in der Reihenfolge gemacht: Der zweite Schritt wurde vor dem ersten gedacht.
Die Gaube wurde zunächst planerisch und genehmigungsseitig verfolgt, bevor zentrale brandschutztechnische Fragen vollständig geklärt waren. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass Feuerwehr, Brandschutzplanung und technische Anforderungen die geplante Gaube nicht ohne Weiteres als zweiten Rettungsweg anerkennen konnten.
Gerade bei kleineren Dachgeschossentwicklungen können solche Themen die Wirtschaftlichkeit schnell beeinflussen – da Reserven und Flächenpotenziale begrenzt sind.
Folgen für das Projekt
Ergebnis
Am Ende konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Das Projekt zeigt jedoch sehr deutlich, wie wichtig die richtige Reihenfolge in der Planung ist:
Technische und brandschutzrechtliche Machbarkeit prüfen
Rettungswege und Nutzungskonzepte abstimmen
Danach Genehmigung und Ausbau weiterentwickeln
Erkenntnis aus dem Projekt
Eine Baugenehmigung allein bedeutet noch nicht, dass ein Projekt vollständig gelöst ist.
Besonders bei Dachgeschossausbauten, Denkmalobjekten und komplexen Rettungswegsituationen müssen Brandschutz, Feuerwehranforderungen und technische Machbarkeit bereits sehr früh gesamtheitlich betrachtet werden. Nur so lassen sich unnötige Verzögerungen und wirtschaftliche Risiken vermeiden.
Ihr Projekt analysieren lassen
Sie besitzen ein Gebäude mit
ungenutztem Dachraum?
Wir analysieren: